Beim Elbphilharmonie Testkonzert
by Chrisandi | 11:56

Die Elbphilharmonie ist fertig!

Und das sogar noch vor dem Berliner Hauptstadtflughafen!! Grund genug für uns, der Elphi mal einen Besuch abzustatten. Und da wir durch das Netzwerk Hafencity die Möglichkeit geboten bekamen, an einem Testkonzert im Großen Saal teilnehmen zu können, haben wir uns am 3. Dezember selbst von der phantastischen Akustik des neuen Konzertsaals überzeugen können

Man mag zu diesem Bauwerk stehen, wie man will, aber ist man erst einmal drinnen, ist man schier überwältigt von der imposanten Architektur. Fliessende, organische Formen dominieren hier, im Kontrast zu der klaren, eher nüchternen Fassade. Wir lassen uns also hinauf tragen von der geschwungenen Treppe in den großen Konzertsaal der Philharmonie.

Was uns dort erwartet ist atemberaubend. Wohl an die zwanzig Meter hoch ziehen sich die Ränge um die zentrale Bühne empor. Keiner der rund 2.150 Zuschauer soll weiter als 30 Meter vom Dirigenten entfernt sitzen, so die Idee der Architekten. Doch zunächst mal kann man sich kaum vorstellen, dass hier Platz für so viele Menschen ist. So dezent sind die Sitzreichen im Raum angeordnet.

Wir sitzen jedoch vor der Bühne, mit nur drei Reihen vor uns, und mit exzellenter Sicht auf die Künstler, die zusammen mit uns dieses Testkonzert bestreiten werden – das Tingvall Trio, um den schwedischen Pianisten Martin Tingvall, dem kubanischen Kontrabassisten Omar Rodriguez Calvo und dem deutschen Schlagzeuger Jürgen Spiegel sowie im Anschluss die Hamburger Soulsängerin Miu mit ihrer Band.

Können die Musiker den Raum zum klingen bringen? Sie können! Nur mit Konzertflügel, Schlagzeug und Kontrabass gelingt es den Musikern des Tingvall Trios mühelos den großen Saal zu füllen. Und uns wird klar, die Investition in die ausgefeilte Klangarchitektur des Saals hat sich gelohnt.

Miu fährt da schon ein anderes Kaliber auf, mit kompletter Band nebst Backgroundsängerinnen und drei Bläsern bringt sie einiges mehr an klanglicher Power auf die Bühne. Der anschließende Applaus, der von den speziell für diesen Raum entwickelten Kacheln widerhallt, lässt erahnen, wie gewaltig die Klänge eines großen Orchesters hier ertönen werden.

Jedoch nach knapp zwei Stunden ist das Testkonzert schon wieder vorbei. Gern wären wir noch länger geblieben, aber, klar ist uns schon heute – das erste Konzert in der Elbphilharmonie soll für uns nicht das letzte gewesen sein.

Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!

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